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1949

Am 12. August 1949 erschien in der englischen Polizeizeitschrift "Police Review" ein Bericht mit der Überschrift "Internationale Polizei Freundschaft", in weIchem der Autor mit dem Pseud- onym "AYTEE" über die Erfolge berichtete, die er mit Kontakten in den Ländern Dänemark, Nor wegen, Schweden und Finnland sowie Afrika hatte. Er schlug vor,dass die bestehenden Verbindungen auf eine bessere Grund lage gestellt werden sollten und dabei natürlich der Austausch von freundschaftlichen Besuchen und offiziellen Begegnungen gefördert werden sollte. Ungefähr eine Woche später veröffentlichte die gleiche Zeitung den Brief eines Polizeibeamten aus London, der diesen Artikel voll unterstützte. Er berichtete von einem Besuch, den er in Holland ge habt hatte. Dieser Besuch war das Ergebnis eines längeren Briefwechsels mit einem holländischen Kollegen.

Viele ähnliche Ergebnisse wurden nun zusammengetragen und veröffentlicht und in der Ausgabe vom 21. Oktober 1949 wurde über vorbereitende Gespräche berichtet, die eine Gründung einer internationalen Vereinigung zum Thema hatten.

Vier Monate später druckte der "Police Review" einen Artikel eines Sergeanten Arthur Troop aus Lincolnshire ab, der über sei- ne sechsmonatige Korrespondenz mit fast alien europäischen Ländern im Detail berichtete. Dieser Arthur Troop, so wurde nun bekannt, war derjenige, der schon im August 1949 unter dem Pseudonym AYTEE die Gründung einer internationalen Polizei- vereinigung angeregt hatte.
ging.




Die Gründung

Obwohl sein Vorhaben als utopisch aufgefasst wurde, legte er mit Gleichgesinnten am 1. Januar 1950 den Grundstein zur Gründung der IPA, die nunmehr größte freie und unabhängige Berufsorganisation der Welt.

Im Mai 1950 wurde offiziell das Abzeichen der IPA unter dem Esperanto-Motto: "Servo per amikeco", herausgegeben. Langsam wuchs und wuchs die Association. Es war natürlich eine ungeheure Arbeit für das halbe Dutzend Gründer, die nicht nur in England tätig waren, sondern auch auf dem Kontinent halfen, wo es nur ging.




Die Organisation

Obwohl die Association nur 100 Mitglieder in England hatte, waren die Pioniere davon überzeugt, dass die Zeit nicht mehr fern sei, wo diese Mitgliederzahl enorm ansteigen würde. Besuche auf dem Kontinent hatten sich schon ausgezahlt, denn schon im Januar

- 1953
wurde die niederländische Sektion gegründet. Belgien folgte im Februar und Frankreich im September. In diesem jahr stattete eine organisierte Gruppe Oslo einen Besuch ab.

- 1954
Am 22. April wurde die norwegische Sektion gegründet.

- 1955

Im ersten Halbjahr folgten Deutschland und die Schweiz. Im September fand in Paris der I. Internationale Kongress statt. Statu ten wurden erarbeitet und verabschiedet. Arthur Troop wurde zum ersten Generalsekretär, Andre Roches zum ersten Präsidenten der IPA gewählt. Inzwischen ließ die Arbeit über interna- tionale Rahmenstatuten und grundlegende Richtlinien für die in- ternationale Verwaltung diese Väter der IPA nicht ruhen. Auch nahm die Flut von gegenseitigen Besuchen und Begegnungen ganz immens zu.

- 1957
Irland und Italien traten der Association bei. In England war die Mitgliederzahl mittlerweile auf 1 .000 Mitglieder angewachsen. Alle diese Arbeit wurde von den Funktionären ehrenamtlich getätigt. Es wäre nie möglich gewesen, wenn nicht einige von diesen "Arbeitspferden" in exponierter Stellung gewesen wären und im ganzen Land verteilt gesessen hätten.

- 1958
Gründung der schwedischen Sektion.
Die erste nationale IPA-Zeitung in England, die "Police World" entstand.
In Brüssel fand der 2. Internationale Kongress statt.

- 1959
Österreich und Finnland gründeten die Sektionen.
Das Ergebnis eines Besuches von Captain Gonzales aus Chile
war die Gründung der ersten Sektion außerhalb Europas.
Spontan traten 40 chilenische Kollegen der IPA bei.

Heute hat die IPA-Österreich Sektion knapp 35.000 Mitglieder. In allen Bundesländern bestehen Landesgruppen und Verbindungsstellen.